Der Rasenschnitt ist eine der grundlegenden Aufgaben in der Rasenpflege. Doch was tun mit dem geschnittenen Gras? Sollten es gesammelt oder einfach auf dem Rasen liegengelassen werden? In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf die Vor- und Nachteile des Mulchens und geben einige Tipps, wie Du das Beste aus deinem Rasenschnitt herausholen kannst.
Die Nährstoffe im Rasenschnitt
Rasenschnittgut ist keineswegs nur „Abfall“. Es enthält wertvolle Nährstoffe wie Stickstoff (N), Kalium (K2O), Phosphat (P2O5) und Magnesium (MgO), sowie andere Elemente wie Kalzium, Schwefel und Spurenelemente wie Eisen, Kupfer, Mangan oder Bor. Wenn das Grasschnittgut auf dem Rasen verbleibt, beginnt der Abbau und Mikroorganismen nutzen die Trockensubstanz als Energiequelle. Dieser Prozess wird Mineralisation genannt.
Die Entscheidung, das Rasenschnittgut auf der Fläche zu belassen, kann also viele Vorteile haben. Es trägt zur Nährstoffversorgung des Rasens bei, da im Laufe des Abbaus Stickstoff und andere Nährstoffe freigesetzt werden. Dies fördert das Wachstum und die Gesundheit des Rasens. In Zeiten mit kühlem und trockenem Wetter ist die Mineralisation zwar langsamer, aber dennoch wirksam.
Das Kohlenstoff-Stickstoff-Verhältnis (C/N-Verhältnis)
Ein wichtiger Faktor bei der Bewertung des Rasenschnittguts ist das Kohlenstoff-Stickstoff-Verhältnis (C/N-Verhältnis). Rasenschnittgut hat ein relativ niedriges C/N-Verhältnis von 10–15:1, was es zu einer idealen Nahrungsquelle für Mikroorganismen macht. Im Vergleich dazu haben braune Pflanzenteile wie abgestorbene Blätter oder Rasenfilz ein höheres C/N-Verhältnis von >20–30:1.
Die richtigen Bedingungen für Mulchen
Um einen gesunden Rasen zu erhalten, sollten Sie einige Grundregeln beachten. Die ideale Grashöhe beträgt etwa 4 bis 5 cm im Hausgarten, während im Schatten auch 1 cm mehr toleriert wird. Nie mehr als ein Drittel der Grashöhe sollte bei einem Mähgang abgeschnitten werden. Wenn das Ziel eine Rasenhöhe von 4 cm ist, sollten spätestens bei 6 cm gemäht werden. Als Faustregel gilt, den Rasen etwa einmal pro Woche zu mähen, es sei denn, es ist ein Mähroboter vorhanden. Dieser läuft öfter über die Flächen.
Damit das Mulchen erfolgreich ist, müssen bestimmte Bedingungen erfüllt sein:
Der Rasen sollte möglichst trocken sein.
Das Schnittgut darf nicht zu lang sein, daher ist häufigeres Mähen erforderlich.
Das Schnittgut sollte gleichmäßig auf der Fläche verteilt sein und nicht verklumpen.
Fazit: Mulchen kann sich lohnen
Der Verbleib von Rasenschnittgut auf der Fläche kann viele Vorteile bieten, insbesondere wenn die richtigen Bedingungen erfüllt sind. Es fördert die Nährstoffversorgung des Rasens und trägt zur Gesundheit Ihrer Rasenfläche bei. Beachtest Du wenige „Mähregeln“, kannst du sicherstellen, dass dein Rasen stets in Topform ist.
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